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QR Code – Quick Response 2D

6th Okt 2010Allgemein, , , , , , , , ,

Der QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“) ist ein zweidimensionaler Strichcode (2D-Code), der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde.

Identifikation zur mobilen Datenerfassung

QR-Code für http://heiko-richter.net

QR-Code für http://heiko-richter.net

Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion eingesetzt. Die Anforderung hierzu kam vom Toyota-Konzern, für den Denso als Zulieferer unter anderem sämtliche elektrischen und elektronischen Baugruppen liefert. Denso Wave wiederum ist eine Tochter von Denso und entwickelt und produziert unter anderem auch Identifikationssysteme und Geräte zur mobilen Datenerfassung.

Fehler ausgeschlossen

Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen. Eine spezielle Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. Die Daten im QR-Code sind durch einen Fehler korrigierenden Code geschützt. Selbst wenn bis zu 30 % des Codes zerstört sind, kann er noch dekodiert werden.

Definierte Matrix

Im Code enthalten ist die Versionsinformation und das benutzte Datenformat. Der Datenteil enthält die kodierten Daten in redundanter Form. Zur Feldbegrenzung enthält der QR-Code in nur drei seiner Ecken ein bestimmtes Muster. Über das fehlende Muster in der vierten Ecke erkennt das Lesegerät die Orientierung. Mit zunehmender Größe des Codes werden weitere Muster hinzugefügt, um die Ausrichtung des Codes besser erkennbar zu machen. Zwischen den drei Hauptpositionsmarkierungen befindet sich eine Linie aus einer Folge streng abwechselnder Bits, worüber sich die Matrix definiert.

Direckt-Marketing

Der QR-Code kann mit allen gängigen Verfahren problemlos gedruckt werden. Wie beim Strichcode ist allerdings auch hier ein möglichst hoher Kontrast wichtig, idealerweise schwarz auf weiß. Es ist auch möglich, den Code farbig zu drucken, auch mit mehreren Farben. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass der Code als Halbtonbild bzw. als Strichbild gesehen einen gleichmäßigen Kontrast aufweist. Vermehrt wird der QR-Code auch im sogenannten „Direct Marking“-Verfahren auf Produkten angebracht.

Bauteilidentifizierung

Sie werden zum Beispiel mit einem Laser direkt auf der Oberfläche des zu kennzeichnenden Materials eingebrannt. Diese QR-Codes können sehr klein sein und haben eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Das Toyota-Formel-1-Team verwendet diese Technik, um jedes einzelne noch so kleine Bauteil eines Rennwagens eindeutig identifizieren zu können.

In der Größe ist dem QR-Code beinahe keine Grenze gesetzt, solange das Lesegerät das Bild formatfüllend und differenziert aufnehmen kann. Es wurden schon Plakatwände und ganze Häuserfassaden mit einem einzigen QR-Code versehen.

Format: vCard

Mittlerweile verfügen viele Mobiltelefone und PDAs über eine eingebaute Kamera und eine Software, die das Lesen von QR-Codes ermöglicht. Für viele andere Geräte ist eine solche Software von anderen Anbietern erhältlich. Der als bezeichnete Prozess ist in Japan äußerst populär. Er verbreitet sich seit 2007 auch in Europa. Der abgedruckte QR-Code kann aber auch andere Informationen enthalten, wie beispielsweise Telefonnummern, Adressen oder informierende Texte.

Man verwendet ihn beispielsweise, um eine Webadresse darin zu kodieren. Der QR-Code wird dann in Zeitschriften, Informationsblättern oder großformatig auf Werbeplakaten abgedruckt. Da viele moderne Mobiltelefone einen Webbrowser enthalten, genügt es, den QR-Code durch die Lese-Software von der Mobiltelefonkamera erfassen zu lassen.

Die Lese-Software entschlüsselt den Code und leitet, falls es sich um eine gültige Webadresse handelt, direkt auf die entsprechende Webseite. Der Vorteil in dieser Methode ist, dass das verhältnismäßig mühsame Abtippen entfällt. Letztendlich kann man mit QR-Codes Texte aller Art kodieren.

Man kann komplette SMS mit QR-Codes kodieren, etwa für Premium-SMS-Dienste; nach dem Scannen muss der Benutzer nur noch auf „Senden“ drücken, um z. B. einen Bestellvorgang auszulösen.

Kommerzielles Design

Manche Benutzer personalisieren QR-Codes durch Verfremden mit einem Grafikprogramm, indem sie den QR-Code mit einem zusätzlichen Bild, häufig dem eigenen Gesicht, überlagern. Kommerziell werden solche mit Bildern versehenen QR-Codes als Design-QR vertrieben.

Neben der Information, dass die gedruckte Welt Kompakt als erste Zeitung am 9. November 2007 diesen 2D-Code einführte, erfährt der Interessierte, in der deutschsprachigen Wikipedia mehr über Quick Response – den zweidimensionalen Strichcode.

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